Klarträume – Wie man sich im Traum seiner Angst stellt

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Klarträume zu erleben bedeutet, seinen Traum bewusst wahrzunehmen.

Ist das auch wirklich möglich?

Im Traum können uns seltsame Dinge passieren.

Meist hat man auch ungewöhnliche Eigenschaften, die man vielleicht gar nicht an sich so kennt.

Fast jeder Mensch hatte zumindest einmal im Leben ein oder mehrere  Klarträume. Ein Traum, wo man auch bemerkt hat, dass man träumt. Das war für die meisten Menschen eine schöne Erfahrung.

Es gibt aber auch Träume, die einen den Schlaf vermiesen können.

Wiederkehrende (Alp-)Träume erkennen

Träume, die immer wieder auftauchen, können Erkenntnisse über aktuelle Themen liefern. Geldsorgen, Angst vor Verlust, Unsicherheit.

Wie so oft, sind diese schweren Gedanken ein Gebilde aus vielen kleinen Ängsten, die sich sozusagen zu einem großen Ganzen formieren.

Das mag ungewohnt klingen, aber alles Große besteht immer aus vielen einzelnen Dingen. Egal ob man von Träumen oder Erfolg spricht.

Wenn wir also unser Sein besser verstehen wollen, muss man die Ursache herausfinden.

Man muss zum Kern der Sache vordringen. An der Oberfläche sind meist nur Symptome sichtbar.

Das Unterbewusstsein träumt voraus

Das Meiste im Leben spielt sich unterbewusst ab und wir registrieren es gar nicht. Aber das System funktioniert, völlig autonom, ohne unser Zutun.

Das Problem ist, dass uns der bewusste Zugang zu diesem Zentrum aus Sicherheitsgründen verwehrt ist.

Warum ist das so?

Wie zu allem, gibt es auch hier verschiedene Meinungen.

Der wissenschaftlich- esoterische Mittelweg wäre meiner Meinung nach die Hypnose.

Alles nur erdenklich Mögliche kann man anscheinend mit Hypnose verändern. Es bleibt aber nach wie vor ein wenig greifbares Thema und man sollte sich wirklich gut überlegen, ob und vor allem bei wem man so einen Eingriff machen lässt.

In einer Sache sind sich die beiden Seiten (Wissenschaft/Esoterik) sehr ähnlich. Der größte Teil des Bewusstseins liegt im Unterbewusstsein. Man nennt dieses Modell auch das Eisbergmodell. Der größte Teil ist erstmal nicht sichtbar. Wie bei einem Eisberg.

Ängste abbauen durch Konfrontation

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Es kann durchaus sein, dass man erst durch Träume auf Unstimmigkeiten in sich aufmerksam gemacht wird.

Daher kann es durchaus Sinn machen, sich einmal mit dem Phaänomen der Klarträume zu befassen.

Beim luziden Träumen (lucidus lat. – lichtvoll) versucht man sich den Traum bewusst zu machen. Dadurch entsteht eine gewisse Macht, die man zu seinen Gunsten einsetzten kann.

Erste Entscheidungen in Richtung – „wer hier das sagen hat“ – können jetzt getroffen werden. Man bringt sozusagen Licht ins Dunkel. Das eigene Licht oder Bewusstsein, wenn man so will.

Sich in Klarträume zu versetzen, ist nicht einfach. Man muss es trainieren.

In der Nacht lernen

Es kann durchaus sein, dass man diese neuen Eigenschaften, zum Beispiel die neue – „ich habe hier das sagen“ – Macht in seinen Wachzustand mitnimmt und dadurch selbstbewusster wird.

Man traut sich vielleicht auf einmal mehr zu.

Mit dieser Erkenntnis kann man jetzt spielen.

Sportler und Kampfkünstler führen Bewegungen hunderte Male aus, sodass sie diese wie im Schlaf beherrschen.  Manche sind im Stande, auch ein Training im Schlaf zu absolvieren.

Man kann alles übertreiben, aber mit einem gewissen Maß ist es durchaus einen Versuch wert.

Träume nicht so viel

Man spricht ja umgangssprachlich ebenfalls von Träumen, auch wenn man Ziele meint.

Dinge, die man unbedingt erreichen möchte.

Gibt es eine Wechselwirkung zwischen seinen Träumen und seinen Traumzielen? Ich denke die gibt es. Man spricht zu oft von Dingen, die man wenig bis gar nicht beeinflussen kann. Das Wetter, den Terror, die Entscheidungen, andere Leute.

Könnte es nicht produktiver sein, mehr auf seine Taten und Worte zu achten? Vielleicht hat man dadurch sogar mehr Kraft für seine Ziele, von denen man schon länger träumt…

Egal wo man physisch ist. Die Gedanken sind frei. Nicht frei von Einfluss, aber im Grunde sind sie frei.

Du kannst entscheiden, woran du denkst. Das ist an guten Tagen leichter und manchmal eben schwieriger.

Mentalität und Angstvorstellung

Jeder hat Fantasie. Jeder hat einen sozialen und kulturellen Background. Das formt das Denken und die Vorstellungskraft.

In den USA gibt es den Begriff German Angst. Was, wie ich denke, eine ziemlich treffende Formulierung für unsere doch eher ängstliche Mentalität ist.

In meiner Heimat Österreich ist sehr ähnlich. Generell scheut man Risiko. Aber ist das wirklich so gut? Wie so oft ist die Dosis entscheidend.

Ich als Schlagzeuger, komme immer weiter in Richtung riskiere doch ´mal etwas! Mach mal was Lustiges! Schmeiß die Drumsticks hoch! Aaaaaah ich habe Angst einen Fehler zu machen! Warum tue ich denn das?? Weil es einfach Spaß macht. Danach fühlt man sich stark.

Niemand ist frei von Angst. Aber durch eine Bereitschaft sich dieser zu stellen, muss man ab und zu Risiken eingehen um zu wachsen. Alles wächst. Man braucht nur vor die Tür gehen und gucken. Alles strebt nach Wachstum. Es gibt keinen Stillstand.

Stillstand bedeutet Rückschritt.

Die Mentalität ist maßgeblich für deine Entscheidungen, aus denen dein Leben besteht. Vielleicht muss man sich erstmal im Traum behaupten, um sich dieser Sache bewusst zu werden.

 

3 Antworten auf „Klarträume – Wie man sich im Traum seiner Angst stellt“

  1. Hallo Christian,

    toller Artikel und ein spannendes Thema. Und ich finde auch, dass man jeden Moment entscheiden kann, wie man denken möchte. Das unbewusste Muster hat so lange die Macht über einen, bis man sich dessen bewusst wird.

  2. Hey Christian, das ist ja ein toller Artikel. Ich habe gerade bei Piotr einen Kommentar geschrieben, wie aufschlussreich ich Träume finde. Man kann sein Leben und Innerstes so klar vor Augen sehen. Das ist extrem spannend. ich habe tatsächlich auch so ein Buch neben meinem Tisch liegen, um mir meine Träume aufzuschreiben. Anfangs wirken sie oft sehr verwirrend und am Ende der Analyse wird so einiges klar. Ich habe vor ein paar Wochen ein Buch gelesen („Da gehen doch nur Bekloppte hin.“ über Psychotherapie) und da ging es auch darum, dass mit Hilfe der Traumtherapie häufig Probleme gelöst werden. Toller Beitrag. Viele Grüße, Cathi

    1. Hey Catharina,

      freut mich, dass du schon so aktiv auf unserem Blog unterwegs bist. Es werden noch viele spannede Artikel von unserem Experten für Träume und Traumbewusstsein folgen. Lieben Gruß Kri

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