Der Klartraum als schöpferischer Weg

Bist Du schon einmal aufgewacht und hattest ein wunderbares Gefühl nach einem Traum? Dann hattest Du womöglich einen so genanten Klartraum.

Leider kannst Du Dich kaum daran erinnern und im Alltag verblassen die Erinnerung wieder?

Träume können unsere tiefsten Wünsche oder auch Ängste an die Oberfläche bringen.

Können wir bewusst in diesen Prozess eingreifen? Live erleben was gerade passiert?

Wie Neo aus Matrix seine Welt manipulieren und Dinge „im Schlaf“ lernen?

Seit Jahrzehnten beschäftigen sich Forscher mit dieser Frage. Die Beantwortung könnte uns auf ein ganz neues Level des Bewusstseins katapultieren.

Doch was genau ist eigentlich ein Klartraum?

Quelle: pixabay.com

oder auch Luzider Traum ( von Lateinisch lux, lūcis „Licht“) genannt?

In einem Klartraum sind wir uns völlig bewusst, dass wir gerade träumen.

Wenn man sich diesen Satz nochmal durchliest, wird einem klar was das bedeuten könnte.

Wir erschaffen unsere eigene Welt.

Wer den Film „Inception“ gesehen hat, weiß wovon ich spreche.

Wäre es nicht Atemberaubend der Architekt seines eigenen Traumes zu sein? Alles was wir uns vorstellen können, kann Wirklichkeit werden. Natürlich birgt diese „Gabe“ auch seine Gefahren.

Aber fangen wir einmal mit der Frage an ob dies eigentlich auch wirklich möglich ist.

Wie kommst Du in einen Klartraum

#Lesetipp: Wie Du Dich mit Klarträumen Deinen Ängsten stellst

Seinen eigenen Träumen wie Dom Cobb in Inception bewusst zu erleben und nur den eigenen Horizont als Grenze zu haben.

Die Antwort ist „Ja“, es ist möglich. Und das sage ich nicht, weil ich eine Menge Bücher und Berichte darüber gelesen habe, sondern weil ich es selbst erlebt habe.

Zugegeben kann man meine Klartraum Erfahrungen an einer Hand abzählen, aber dieses Erlebnis ist umso tiefer in meiner Erinnerung hängen geblieben.

Ich habe vor ein paar Jahren über dieses Thema gelesen und es ging darum in einem Traum die Zeit zu nutzen und sich Fähigkeiten anzueignen/auszubauen. In dem besagten Bericht schulte ein Golfer seinen Abschlag.

Da Golf nicht so mein Favorit ist, wollte ich es mal mit dem Gitarrenspiel versuchen. Die einfachste Technik dafür ist es, vor dem Schlafengehen einen Gedanken in seinen Kopf zu pflanzen.

„Ich träume nur.“

Dieses „Mantra“ wiederholt man immer wieder in verschiedenen Abständen. Da gibt es keine Faustregel.

Es funktionierte nicht beim ersten Versuch. Doch eines Morgens wusste ich, ich träume gerade.

Das ist nicht real.

Zu beschreiben wie das Gefühl war, ist als würde man versuchen zu beschreiben wie es ist mit einer Virtual Reality Brille ist, Spiele zu spielen. Alle die jetzt schmunzeln, wissen wovon ich rede.

Mein erster Klartraum

Man muss es einfach erlebt haben. Ich stand in einem Zimmer, das mich sehr an mein altes Kinderzimmer erinnerte und wusste, dass dies nicht real ist. Im nächsten Augenblick wünschte ich mir eine Gitarre in die Hand und sie war da.

Ich hatte meine Mission ja nicht vergessen und spielte drauf los.

Die Finger bewegten sich so, wie ich es gewohnt war. Der Druck, der Geruch des Holzes. Alles war faszinierend real. Sogar die Töne waren die Richtigen.

Die Fragen, die Dir im Kopf umschwirren kann ich förmlich hören.

Wie lange hielt das an? Wie bist du dort rausgekommen? War es wie Aufwachen? Kann man sich gut erinnern?

Die letzte Frage erscheint mir als die Interessanteste.

Ja. Es ist als hätte ich das wirklich erlebt. Sicher sind einige Menschen sensibler für das Träumen als andere.

Freunde von mir, die ich darauf angesprochen habe, erzählten mir, sie träumten nie. Jedenfalls nicht bewusst. Und auch meine „normalen“ Träume verblassen mit der Zeit. Aber dieses erste Erlebnis werde ich nie vergessen. Obwohl es sehr banal scheint. Er kann alles machen, und spielt nur Gitarre.

Andere würden wahrscheinlich fliegen oder die Weltherrschaft an sich reißen.

Ich spielte „nur“ Gitarre.

Durch Meditation in den Klartraum

Klarträume können auch aus verschiednen Meditationsarten zustandekommen.

 

Versuch Dich einmal in folgende, kleine Szene hinein zu versetzen, die ich wirklich erlebt habe:

„Schließ die Augen und stell Dir einen Berg vor auf dem du im Schneidersitz sitzt. Du bist auf der Spitze und schaust über das grüne Tal darunter. Dein Gehör nimmt den Wind wahr und Du kannst mit Deinen Fingern das feuchte Gras auf dem Boden befühlen. Grillen zirpen im Kanon, die warmen Sonnenstrahlen wärmen Deine Haut.“

Bei einer erfolgreichen Klartraummeditation stellst Du Dir das nicht nur vor, sondern Du bist dort.

Im Tagtraum kann man seine eigene Welt kreieren

Zu den Klarträumen zählen auch die sogenannten Tagträume. Du driftest in eine komplett andere Welt ab und siehst nicht mehr was vor dir geschieht, sondern nur was Du vor dir „siehst“. Und das ist bei Tagträumen nicht die Realität. Du erschaffst dir eine eigene Welt im Kopf.

Auch hier ist es möglich das „Gedachte“ nicht nur zu denken sondern zu erleben.

Ein Beispiel aus der Musik habe ich noch für Dich:

Als Musiker ist man ständig mit Sounds und Klängen konfrontiert. Man entwickelt ein ganz anderes Gehör und wird sensibler.

Kurz vor dem Einschlafen passiert es mir immer wieder, dass ich Songs vor meinem Geistigem Ohr höre. Aber nicht wie einen Ohrwurm der ständig im Kopf trällert.

Diese Musik höre ich als würde gerade das Radio angeschaltet sein. Sobald ich das bemerke und mich darauf konzentriere ist plötzlich alles verschwunden.

Das könnte man dann vielleicht den musikalischen Klartraum nennen.

Wie Du siehst, gibt es eine Menge Möglichkeiten, einen Klartraum zu erleben.

In dieser Blogreihe werden wir diesem Mysterium Stück für Stück auf den Grund gehen und alle Möglichkeiten austesten, um schöpferisch zu Träumen, wie es der Klartraumforscher Paul Tholey sagen würde.

„Mal sehen wer den ersten Klartraum  erlebt.“

5 Antworten auf „Der Klartraum als schöpferischer Weg“

  1. WOW ist das spannend, Piotr. Und eine tolle Erfahrung, die du gemacht hast. Mich faszinieren diese Traum-Themen extrem. Ich finde Träume so extrem aufschlussreich, was in einem so vorgeht und jeder sollte sich seine Träume zu Herzen nehmen. Ich habe letztens einen sehr verrückten Traum gehabt (so schien es) und den mal komplett analysiert. Sofort wusste ich, was gerade doof läuft in meinem Leben und wohin ich mich bewegen sollte. Und am Ende waren die seltsamen Gebilde doch positiv zu deuten. Ein Klartraum hatte ich so noch nicht bewusst, aber manchmal habe ich das Gefühl, dass ich meine Träume wie ein TV-Programm auswählen oder von außen betrachten kann. Sehr seltsames, aber sicheres Gefühl. Sehr spannender Artikel. Catharina von fit-weltweit.de

    1. Wenn du aus deinen Träumen, deine momentane Verfassung deuten kannst, bist du schon sehr weit mit deiner Intuition. Ich denke auch, dass Träume uns viel mehr sagen als uns bewusst ist. Ich hoffe, dass ich dir mit ein paar Übungen noch mehr Klarheit verschaffen kann 🙂 Grüße Piotr

  2. Hallo Piotr,
    toller Artikel und ein super faszinierendes Thema. Ich träume viel und sehr intensiv. Dinge im Schlaf lernen machen wir wahrscheinlich mehr oder weniger auch schon unbewusst. Bewusst das Ganze zu erleben, ist natürlich genial. Vor allem etwas ganz gezielt im Schlaf zu starten und Einfluss darauf zu haben. Und die ganz große Frage ist natürlich: was genau ist ein Traum? Wo fängt er an und wo hört er auf … Bin schon gespannt auf weitere Beiträge. Viele Grüße, Kerstin

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