Mit sich ins Reine kommen – Wie Du mehr Klarheit durch Ruhe findest

Niemand kann ohne Ruhe auskommen.

Jedes Lebewesen sucht sich intuitiv einen geeigneten Ort um sich zu erholen.

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Alle Systeme brauchen Ruhephasen. Körperliche Ruhe (Schlaf) ist jedem bekannt.

Hingegen mentale Ruhe ist noch immer ein Mysterium.

Als Kind war man körperlich meist aktiver und dadurch auch auf eine natürliche Weise erschöpft. Heutzutage, in Zeiten des Nachtdienstes, ist der sogenannte Biorhythmus unnatürlich durcheinandergebracht.

Schlafstörungen sind meist die Folge. Als Sohn eines Schichtarbeiters, kenne ich so einen verdrehten Tagesablauf. „Als ich noch jung war, habe ich das noch locker weggesteckt.“ Diesen Satz habe ich sehr oft gehört. 35 Jahre Nachtdienst.

Die Frage ist nicht, ob das gesund für einen Menschen ist, sondern wann der Körper seine Ruhe einfordert. Und das wird er früher oder später. Hätte man sich vielleicht anders entschieden, wenn man gewusst hätte, was das für Langzeitauswirkungen hat? Ich glaube, dass manche Menschen dafür gemacht sind, eher in der Nacht aktiv zu sein. Das ist sicherlich auch leichter, wenn man Tätigkeiten macht, die einem wirklich etwas bedeuten.

Alles mit Maß und Ziel

Es gibt Tage, an denen man aus verschiedenen Gründen länger wach bleibt oder sogar mal die Nacht durchmacht.

Der Körper kann und muss auch manchmal über seine Grenzen hinaus gefordert werden.

„Use it or lose it“

 

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Speziell Sportler brauchen genauso ihren Schlaf wie alle anderen auch. Der Körper regeneriert Muskelschäden (Mikrotraumata) am besten in der Nacht. Ebenso braucht das Gehirn oder die mentale Kraft ihre Pause.

Viele Eindrücke müssen sortiert werden

Jeden Tag werden neue Informationen aufgenommen. Das geschieht bewusst und unbewusst. Das Unterbewusstsein ist der Kernspeicher des Menschen. Vor allem in der Nacht wird die Ruhe genutzt um auch dort eine gewisse Ordnung zu generieren.

Wer kennt das nicht, wenn man mit einem vollen Kopf ins Bett geht und erstmal gefühlte 1000 Runden mit dem Gedankenkarussell fährt. Manchmal lässt sich das nicht vermeiden.

Es gibt aber Möglichkeiten, seine Gedanken bewusster frei zu halten von unnützen Informationen.

Eine Option wäre, man ersetzt die klassische Morgenzeitung und die Abendschau mit etwas Fröhlicherem. Das kann wirklich alles sein, was einen bereits in der Früh motiviert. Man versucht zu filtern. Welche Info ist für mich verwertbar und welche eben nicht. Es bleibt jedem selbst überlassen, in wie weit man sich von diesen Dingen distanziert.

Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass mir meine innere Ruhe um einiges mehr gibt, als alle Arten von Schockinformationen durch die Medien.

Ruhe durch Mentaltraining

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Mentaltraining wird vor allem im Sport genutzt um Höchstleistungen erbringen zu können.

Nicht immer ist das zum Wohl der Gesundheit und jeder Körper wird irgendwann seinen Tribut fordern, wenn man ständig Raubbau betreibt.

Sinnvoll ist meines Erachtens, eine ausgeglichene Mischung zwischen Spannung und Entspannung. „Je tiefer die Entspannung, desto höher die Leistung.“ Man kann sich das als Sinuskurve vorstellen. Auf der einen Seite steht die Anspannung und auf der anderen Seite steht die Entspannung. Beide Kurven sind gleich groß.

Natürlich ist jeder Mensch anders aber auf der mentalen Ebene sind wir uns doch sehr ähnlich. Jemand der gerne chillt und sich schwer tut, etwas zu tun, muss an seiner aktiven Seite arbeiten, weil er sonst immer unausgeglichen ist.

Andersrum muss ein überwiegend aktiver Mensch auch seine Ruhezeiten einhalten, da ihn sonst ebenfalls eine Unausgeglichenheit begleitet.

Klarheit durch Überblick

Geistige Entspannung kann man auf verschiedene Arten erlangen.

Viele Menschen werden durch ihr Hobby entspannter.

Wenn das aber irgendwann nicht mehr ausreicht, kann man es mit Meditation versuchen.

Was ist Meditation?

Im Grunde geht es darum, eine gewisse Distanz zu seinen Gedanken und Emotionen zu bekommen.

Dadurch kann man einen guten Überblick über die Dinge, die einen im Moment so beschäftigen, bekommen.

Zum Beispiel vor wichtigen Entscheidungen, sollte man mindestens eine Nacht darüber schlafen, bevor man etwas überstürzt.

Ähnlich ist es mit Meditation.

Man versucht sich den Vorgang des Abwägens bewusst zu machen. Das kann einem helfen, in Zukunft schneller, aber auch sicherer zu entscheiden. Das ist ebenfalls eine Art von Training. Je besser man Kalkulieren kann, ob sich Dinge lohnen, desto vorteilhafter kann und wird man sich entscheiden.

2 Schritte zur Distanz

Die Lösung kommt meist, wenn man nicht direkt darüber nachdenkt.

Warum ist das so?

Ich glaube, wenn man zu verkrampft an eine Sache rangeht, verschließt man sich bereits innerlich. Das geschieht meist nicht bewusst. Das „Problem“ ist und bleibt man selbst.

Der Trick an der ganzen Sache ist Distanz. Wer diese Fähigkeit besitzt, sieht einfach mehr.

Im Idealfall sieht man das große Ganze. Das kann man in jedem Bereich ausprobieren.

  1. Aufschreiben

Vielen Menschen hilft es, wenn man einmal alles aufschreibt, was gerade ansteht. Alleine dadurch hat man schon etwas Distanz gewonnen.

Überblick erlangen um besser entscheiden zu können was wichtig ist und was nicht.

  1. Prioritäten setzten!

Das Leben ist eine Entscheidung. Was möchte ich?

Das ist meiner Meinung nach der häufigste Satz, den ich mir als Mentaltrainer auch selber täglich stellen muss.

Je häufiger und ehrlicher man das macht, desto leichter wird es.

Deshalb heißt es ja Mentaltraining.

Wenn man sich das erste Mal mit diesem Thema beschäftigt, ist es ungewohnt diesen inneren Dialog zu führen. Es wird aber immer einfacher und die Verbindung zu sich selbst immer stärker.

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