Tagtraum vs Klartraum – welche Unterschiede gibt es?

Seit dem ersten Artikel habe ich mich immer tiefer in die Materie der Klarträume eingearbeitet und muss sagen, dass wir noch komplett am Anfang stehen. Heute gehe ich etwas näher auf das Phänomen vom Tagtraum ein.

Man kann natürlich EKGs machen, Gehirnströme analysieren und in Schlaflabore gehen.

Und doch bleibt der Traum eine ganz persönliche Angelegenheit, die nur uns vorbehalten ist.

So sieht es dann auch mit den Erfahrungen aus. Bei gleichen Bedingungen kann der eine sehr intensiv fühlen und der andere erinnert sich nicht mal daran, etwas geträumt zu haben.

Das Träumen muss man einfach machen und trainieren. Ich werde euch weiterhin meine Erfahrungen schildern und Anreize für verschiedene Techniken geben.

Was ist ein Tagtraum?

Quelle: pixabay.com

Heute schauen wir uns mal den Tagtraum an. Er hat viel mehr gemeinsam mit dem Klartraum als man denkt.

Vor einigen Jahren habe ich Freunde von mir gefragt, wie sie sich etwas vorstellen oder denken.

Viele von ihnen haben beim Denken eine art Diashow vor sich. Also Bild für Bild.

Bei anderen war es ein Standbild und die akustischen Signale waren sehr ausgeprägt. Also wie eine Art Hörbuch.

Eine andere Gruppe hatte sehr starke Sinneswahrnehmungen. Ich habe es erlebt, dass ein Freund an eine Szene denken sollte und sofort Gänsehaut vor Aufregung bekommen hat.

Die Szene wurde in seinem Kopf real.

Habt ihr eine Situation oder eine Szene, die euch so sehr beflügelt, dass ihr sofort in eine bestimmte Stimmung kommt?

Bei diesem Thema sind wir schon einen Schritt weit im NLP, dem Neuro-Linguistischen Programmieren.

Mit NLP das Gehirn programmieren

Wie der Titel schon sagt, programmieren wir unser Gehirn. Beim Klarträumen ist das nicht anders.

Wir geben unserem Unterbewusstsein einen Befehl und hoffen, dass es diesen ausführt.

Das NLP wurde in den 70er Jahren entwickelt und ist mittlerweile eine anerkannte Methode für verschiedenste Aktivitäten. Egal, ob es um die Bekämpfung von Ängsten, Business oder die menschliche Entwicklung geht.

Das NLP System hat für jeden Bereich, Techniken und Übungen parat.

Ein Buch, das ich jedem empfehlen kann und was schon ein Klassiker geworden ist, ist „Das Powerprinzip“ von Anthony Robbins.

Doch kommen wir zurück auf unseren Titel. Was will ich damit sagen?

Meiner Erfahrung nach kann man den Klartraum am besten im Tagtraum üben. Umso besser wir Bilder in unseren Köpfen erzeugen können, umso deutlicher werden sie.

Es ist vielleicht wie ein Schneckenhaus. Wir schaffen es mit der Zeit immer tiefer in uns selbst zu gehen. Die Bilder und Eindrücke werden immer kräftiger.

Man könnte fast sagen, es ist eine Meditation für Tagträume.

Obwohl ich den Begriff Tagtraum nicht besonders mag. Er reduziert die Wichtigkeit der Sache.

Wir kennen aus der Schulzeit sicher noch Mitschüler die dauernd „geträumt“ haben und deswegen gerügt wurden.

Das war also etwas negatives und damit verbinden wir das natürlich auch. Dieses Bild müssen wir mit einer neuen, positiven Erfahrungen überschreiben. Und schon sind wir wieder bei einer NLP Technik.

Im Traum entstehen große Dinge

Das Träumen ist einer der wichtigsten Aspekte der Menschheit. Aus Träumen werden Visionen, die wir ausführen. Alles fängt mit einer Idee oder Spinnerei im Kopf an.

Viele der größten Musiker, Autoren, Filmemacher und Künstler hatten ihre Vision zuerst im Kopf und haben sie danach aufs Papier gebracht.

Bei mir flattern regelmässig Ideen in den Kopf ein, die ich sofort aufschreiben muss um sie nicht zu vergessen.

Mittlerweile kommen diese Ideen als komplette Konzepte an. Ich kann sehen und fühlen was da gerade kommt.

Dazu muss ich erwähnen, dass ich sehr viel getagträumt habe in meiner Jugend. Ich war schon immer mit den Größten auf der Bühne. Bon Jovi, Guns n Roses, Roxette und viele weitere.

Immer wenn ich mit meinen Eltern stundenlange Fahrtwege im Auto hatte um zum Urlaubsort zu kommen, machten wir das Radio an und ich stand auf der Bühne.

Es war ein Tagtraum, der in einen Klartraum überging. Die Szenen spielten sich im Kopf ab und so langsam döste ich ein. Genau an diesem Punkt passierte etwas sehr interessantes.

Der bewusste Tagtraum blendete sich aus. Ich schlief. Kurz vor dem Wach werden war ich wieder in der Szene mit Bon Jovi. Doch jetzt war ich nicht nur von aussen dabei, sondern wirklich da.

Es war meistens nur sehr kurz aber die Erinnerung blieb bis heute. Wenn ich jetzt daran denke, bekomme ich Gänsehaut.

Was ist also Real? Ich stand nie mit Bon Jovi auf der Bühne. Aber es fühlt sich so an.

Zum Schluss noch eine kleine Übung

Eine kleine Übung, die ich euch mitgeben will sieht folgendermaßen aus.

Wenn ihr mal Zeit habt und sehr müde seid. Bei mir ist das meistens am Sonntag nach dem Mittag. Da kann ich sofort einschlafen.

Macht euch Musik an und erschafft Bilder in eurem Kopf. Vielleicht eine Szene, die ihr gerne erleben würdet. Und dann schaut was passiert. Es könnte euch überraschen.

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