Unerwünschte Gedanken in der Nacht abstellen – diese 3 Tipps können helfen

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Diese Gedanken…Sie kommen immer dann, wenn man sie überhaupt nicht gebrauchen kann.

Die Rede ist von quälenden Gedanken.

Quälende Gedanken, die bis eben noch nicht da waren.

Sie sind immer dann rechtzeitig zur Stelle, wenn Du ins Bett gehst.

Richtig?

Du legst Dich ins Bett und plötzlich machst Du Dir Gedanken darüber, ob Du heute wieder einschlafen kannst. Du grübelst, wie wohl Dein nächster Tag ausfallen wird. Ob Du auch fit genug bist.

Was passiert, wenn ich morgen wieder nicht einschlafen kann? Werde ich krank, wenn ich weiterhin nicht schlafe?

Warum schläft mein Partner so schnell ein?

Wenn mein Nachbar nicht gleich leise ist, dann komme ich heut gar nicht mehr zur Ruhe.

Morgen werde ich sicher müde sein und werde furchtbar aussehen.

Wenn ich bis 02:00 Uhr nicht eingeschlafen bin, muss ich eine Schlaftablette nehmen.

Usw., usw…

Die Gedanken müssen weg!

Das sagt Dir Dein denkender Verstand. Der ja immer dann, wenn es Probleme gibt, eine perfekt passende Lösung parat hat.

Also versucht Du mit aller Macht diese quälenden Gedanken loszuwerden.

Du schiebst sie bei Seite und ignorierst sie.

Führt das aber nachhaltig zum Erfolg?

Testen wir es einmal.

Für die nächsten 10 Minuten versuchst Du mal folgendes.

Setze Dich hin, wo auch immer Du gerade bist und lies für die nächsten 5 Minuten nicht weiter.

Denn…

Du denkst jetzt für die nächsten 5 Minuten bitte nicht an einen Elefanten, der in einem Froschkostüm, mit rosa High-Heels, in Deinem Wohnzimmer steht und Dich anfleht, mit dir Mensch ärger Dich nicht spielen zu spielen.

5 Minuten! Nicht weiter lesen!

Ok, konntest Du diesen Gedanken vergessen?

Ich wette, dass es nicht funktioniert hat!

Verstehst Du was ich damit sagen will?

Warum Du stattdessen unerwünschte Gedanken begrüßen solltest

Verdrängen ist nie eine gute Idee. Irgendwann kommt alles wieder zurück, was Du bei Seite geschoben hast. Und gerade unsere Gedanken können das sehr gut.

Wie Du bereits festgestellt hast, immer dann, wenn Du ins Bett gehst und schlafen möchtest.

Ich gebe Dir Recht, wenn Du jetzt sagst, dass ich einen Knall habe, weil ich von Dir verlange, dass Du Deine Schlafstörung begrüßen sollst.

Das könnte Dir möglicherweise zu weit gehen, weil ja gerade die Schlafstörungen Dir das Leben so schwer machen. Verständlich.

Aber, lest mal in Ruhe weiter…

Wenn Du Dich in den Kampfmodus begibst und um Deinen Schlaf kämpfen willst, sagt Dir Dein Gehirn, dass Du Dich in einer Gefahrensituation befindest. Es löst mit dem Wachbleiben eine natürliche Überlebensreaktion aus.

Du bist folglich hellwach, um Dich dem Kampf zu stellen oder flüchten zu können.

Vielleicht kennst Du auch die körperlichen Reaktionen, wie Verdüsterung, Muskelverspannung, Herzrasen, ein „Knoten“ im Magen, die damit einhergehen, wenn Du Dich im Kampfmodus befindest.

Folglich ist es ein selbst kreiertes Problem, diese Schlaflosigkeit.

Akzeptiere es, dass Du Dich selbst in diese Situation manövriert hast, wenn auch unbewusst. Aber niemand anderes kann etwas dafür. Nur Du selbst.

Was kannst Du also tun?

Bitte Deine Gedanken zur Tür herein

Und heiße sie willkommen.

Wenn Du das tust, bestätigst Du Deine Gedanken als ein Produkt Deines Geistes.

Du erlangst jetzt die Macht, sie nicht als reine Wahrheit zu verstehen.

Jetzt ist kein Kämpfen mehr notwendig.

Wenn Du Deine Gedanken einfach als Deine treuen Wegbegleiter bestätigst, ist das Gehirn meist schon zufrieden und gibt nach.

Und die freundliche Art und Weise, „Hallo, schön, dass ihr da seid“ zu Deinen Gedanken zu sagen, führt dazu, dass sie sich nicht mehr verstärken.

Folgende Übung könnte Dir weiterhelfen

Wenn Du wieder einmal im Bett liegst und nicht einschlafen kannst, versuch doch einfach mal folgendes

Tipp #1 – Gedanken Beschreiben

Beschreibe z.B. den Gedanken, dass du morgen wieder total müde aussehen wirst folgendermaßen:

„Und schon wieder schnattert mein Geist unaufhörlich und will mir irgendwie einreden, dass ich morgen total müde aussehen werde. Das kenne ich doch schon aus der letzten Nacht.“

Tipp #2 – Begrüßen was in Deinem Kopf ist

Sag „Hallo“ zu Deinen Gedanken. Bitte sie herein und erlaube ihnen damit da zu sein.

Tipp #3 – Benenne die Gedanken in Deinem Kopf

Betitel Dein Gedankenwirrwarr z.B. mit den Worten: „Jetzt lieg ich hier und schon sind wieder die Frustration, dieser Klarkommen und Herr Angst zur Stelle. Sag auch ihnen „Hallo“ und veräppel sie. Frage sie direkt, was sie hier wollen. Gib ihnen lustige Spitznamen oder spiel Ball mit ihnen.

Das klingt alles sehr albern, aber so nimmst Du Deinen Gedanken die Wirkungskraft und sie verlieren gleichzeitig an Überzeugungskraft.

Fazit

Gedanken sind da, ob Du willst oder nicht. Sie wollen Dir immer etwas sagen, also höre auf sie.

Entscheidend ist, wie Du sie einstufst und auf sie reagierst

Schiebe sie nicht bei Seite. Du gibst damit Macht ab und sie kehren irgendwann zurück.

Begrüße unwahre Gedanken und wünsche ihnen einen schönen Tag. Somit entziehst Du ihnen ihre Überzeugungskraft, Dich zu einer bestimmten Handlung zu zwingen.

 

 

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