Gefangen in Hektik und Stress – Warum Du auf Deinen Körper hören solltest

Quelle: pixabay.com

wie oft hast Du schon gesagt bekommen: „Höre auf Dein Inneres, Unterdrücke Deine Gefühle nicht, nimm Deinen Körper wahr?“

Bezogen auf unsere Gefühlswelt sind das sicher Worte, die sich als Ratschlag am leichtesten aussprechen lassen. Sie umzusetzen, scheint den meisten jedoch sehr schwer zu fallen.

Es erfordert viel Mut und Selbstdisziplin auf seinen Körper zu hören, die Signale richtig zu erkennen und dann entsprechend richtig darauf zu reagieren.

Ich habe in meinen letzten Beiträgen oft den plumpen Ratschlag gegeben, auf seinen Körper zu hören und sich um ihn zu kümmern. Ihn zu pflegen.

Das das für viele, inklusive meiner Person, eine Herausforderung bedeutet und nicht immer ganz einfach umzusetzen ist, ist mir absolut bewusst.

Ich liebe Herausforderungen.

Daher mein heutiger Beitrag, in dem ich versuchen werde, Euch näher zu bringen, warum es so wichtig ist, auf seinen Körper zu hören. Wie ihr es schaffen könnt, die richtigen Signale in ihm wahrzunehmen, um anschließend entsprechend darauf reagieren zu können.

Schlafstörungen können das Ergebnis unterdrückter Gefühle sein

Neben vielen Erkrankungen, können auch Schlafstörungen das Ergebnis unterdrückter Gefühle sein.

Heutzutage sind wir alle viel beschäftigt.

Morgens klingelt der Wecker und die meisten stehen schon viel zu spät auf. Sie setzen sich einem Zeitdruck aus, schaffen es nicht, vernünftig zu frühstücken und hetzen los zur Arbeit.

Dort ist den ganzen Tag „Vollgas“ angesagt. Organisieren, Planen, Telefonieren und von einem Termin in den nächsten hetzen.

Zwischendurch bleibt kaum Zeit, etwas zu essen und zu trinken.

Um 17/18 Uhr ist dann Feierabend und man schleppt sich erschöpft nach Hause, wo schon die Familie oder der Partner wartet.

Das Essen muss noch zubereitet werden und wenig später schläft man völlig erschöpft auf der Couch, vor dem abendlichen Fernsehprogramm, ein.

Spät in der Nacht wacht man dann auf und schleppt sich rüber ins Bett.

Von Einschlafen kann jetzt bei vielen nicht mehr die Rede sein. Das Gehirn präsentiert pünktlich zahlreiche Gedanken, Emotionen und Körperreaktionen, die Euch möglicherweise vom Schlafen abhalten.

Eine erholsame Nacht wird das nicht. Und mit viel zu wenig Schlaf wacht man am nächsten auf und der Alltag geht wieder von vorne los.

Mal ehrlich, so oder so ähnlich sieht doch der Tagesablauf von vielen Menschen heutzutage aus.

Ist das auch bei Dir so?

Schau, bei all dem Stress, all der Hektik, bleibt kaum Zeit für Gefühle.

Dein Körper spiegelt Dich wieder

Und zwar alles.

Er ist der Spiegel Deiner Zweifel, Deiner Sorgen. Er lässt Dich über Schmerzen wissen, dass etwas nicht in Ordnung ist und Du möglicherweise verletzt bist.

Zudem erzählt er Dir viel über unbeachtete Heilungsprozesse.

Von Deinem Darm, der unabhängig von Deinem Gehirn arbeitet, geht die Gesundheit Deines Körpers aus. Seine ganz speziellen Signale lassen Dich wissen, wenn irgendetwas nicht stimmt.

Die Serotoninproduktion soll zudem bis zu 95% in Verbindung mit dem Verdauungstrakt stehen.

Ein gesunder Darmtrakt kann Dich also glücklicher machen.

Womit soll man nun starten?

Einen 12- Punkteplan zu erstellen und Dir damit eine Handlungsanleitung zu geben, wie Du Deinen Körper wahrnehmen kannst, wäre sicher nicht der richtige Ansatz.

Die Gefühlswelt ist dafür schlichtweg zu gigantisch.

Es sind wieder mal die kleinen Dinge, mit denen Du beginnen kannst. Und Du wirst lachen, beim Lesen derer wird es Dir wieder so banal vorkommen, dass Du denken wirst :“Das ist doch selbstverständlich.“

Aber ruhst Du Dich wirklich aus, wenn Dein Körper Dir sagt, Du bist müde?

Gehst Du auf die Toilette, wenn Du musst?

Weinst Du, wenn Du weinen möchtest?

Stellst Du Dich Deinen Gefühlen und Gedanken? Oder versinkst Du nur vor der Glotze und lenkst Dich mit einem „atemberaubend spannenden Abendprogramm“ von Deinen wirklichen Emotionen und Problemen ab und schläfst wenig später ein?

Wenn dass der Fall ist, kannst Du Dich gar nicht auf Dich konzentrieren. Du bist gar nicht bewusst in Deinem Körper. Du nimmst ihn nicht wahr. Dein inneres hat zwar eine Stimme, aber sie wird durch Hektik und den Fernseher übertönt.

 

Höre jetzt auf Deine innere Stimme, wenn Sie Dir zuflüstert und Du musst später nicht das Geschrei ertragen.

 

Erlaube Dir, auf Deinen Körper zu hören.

Fühle ihn Durch Deine Atmung.

Höre in Deinen Kopf und schau, was er Dir sagen will.

Schau in den Spiegel, wie schaust Du aus?

Was sagt Dein Bauchgefühl?

Auf Deinen Körper ist verlass. Immer.

Er ist das ehrlichste Wesen, das es auf der Welt gibt, wenn man so will.

Du musst nur lernen, Dich wieder Deinen Gefühlen zuzuwenden und ein offenes Ohr für sie zu haben.

Die Frage nach dem Warum brauchst Du gar nicht stellen

Du musst nicht alles genau wissen, was in Deinem Körper passiert.

Deine Atmung wird mal schneller, mal langsamer. Genauso ist es auch mit Deinem Herzschlag.

Weinen  musst Du auch ab und zu mal. Dafür muss es auch keinen speziellen Grund geben.

Bist Du besorgt, verspürst Angst oder ein anderes, ähnliches Gefühl, solltest Du folgendermaßen vorgehen.

  • schließe Deine Augen
  • halte einen Moment inne
  • gehe die letzten Ereignisse durch

Stelle Dir die Frage, welchen Grund gibt es für mein derzeitiges Gefühl?

Es wird einen geben, Du musst nur suchen.

Gefühle sind immer ein Signal an Dein Bewusstsein. Du sollst sie wahrnehmen, weil sie Dir etwas sagen wollen.

Das kannst Du aber nur, wenn Du sie Dir bewusst machst und Dich nicht von ihnen ablenkst oder sie gar verdrängst.

Du kannst nicht immer „Vollgas“ geben.

Durch den Fokus auf Job, Freunde Familie und andere Tätigkeiten verlierst Du die Fähigkeit, Dich um Dich selber zu kümmern und auf Gefühle zu hören, weil sie schlichtweg nicht den Platz zugeteilt bekommen, den sie verdient haben.

Emotionen und Schmerz scheinen uns nicht mehr das Wichtigste im Leben zu sein.

Sie sind aber das aller Wichtigste, Deine kleinen Verbündeten, die Dir nur helfen wollen, Dein Leben zu meistern.

Ohne sie wirst Du es nicht schaffen.

Sie sind da und lassen sich nicht auf Dauer unterdrücken.

Spätestens, wenn Du mal wieder nicht einschlafen kannst, kann das ein deutliches Zeichen, unterdrückter Gefühle sein.

Lerne Deine Verbündeten kennen

Gefühle sind Freunde und kleine Helferlein in unserem System Körper.

Uns wird immer nur gesagt, dass man ein Leben in vollem Glück und voller Zufriedenheit leben sollte.

Das man Glück aber erst erfahren kann, wenn man sich seinen Gefühlen stellt und mit den Dingen beschäftigt, die einen nicht glücklich machen, sagen einem nur wenige.

Es ist allgegenwärtig, dass viele denken, ein Leben mit Opfern wäre angesehner, als ein Leben voller Glück.

Das ist purer Druck auf Körper und Geist.

Wenn man sich unangenehmen Gefühlen und lang unterdrückten Prozessen stellt, lernt man sie kennen.

Man gibt ihnen damit Bedeutung und zeigt seinem Körper, dass sie da sein dürfen.

Es braucht Zeit, ein trauriges Ereignis zu verarbeiten. Aber nur, wenn man sich den Gefühlen stellt, wird man es verarbeiten können und gelangt automatisch wieder auf die richtige Bahn.

Körper und Geist funktionieren nur im Einklang optimal.

Lege zuerst Deine emotionalen Lasten ab, egal ob es der Partner ist, Dein Leben, dass Dich langweilt, Dein Job, in dem Du nicht mehr glücklich bist oder ein lang zurück liegendes, schlimmes Ereignis.

Wofür das alles?

Für eine erholsame, ruhige Nacht, einen gesunden Körper und ein Glück erfülltes Leben…

Geh auf Ursachenforschung und nimm Dir die Zeit, einfach mal dazusitzen und in Deinen Körper hineinzuhorchen.

Es ist verdammt spannend, was er Dir alles zu erzählen hat.

 

 

 

 

2 Antworten auf „Gefangen in Hektik und Stress – Warum Du auf Deinen Körper hören solltest“

  1. Hallo Marco dieser Artikel geht unter die Haut. Weil Du genau das Thema beschreibst warum man Nachts mit 1000 Gedanken und Gefühlenl lange wach liegt. Es ist für viele Menschen ein weiter Weg bis man die Signale, die uns der Körper sendet, richtig zu deuten und zu verarbeiten. Gerade Stress und Sitationen im Alltag und Dinge die man nicht ändern kann überfallen einen beim Einschlafen. Gute Tipps zum nach denken. Klasse +++ Liebe Grüsse Jutta

  2. Danke liebe Jutta, es freut mich riesig, dass ich mit dem Artikel bei Dir genau ins Schwarze getroffen habe. Ich erfahre oft, dass bei genau das vielen Leuten das Problem ist. Nur redet nicht jeder gerne darüber, weil man es bereits als Normal akzeptiert hat.
    Aber eins ist sicher, alles kommt irgendwann zurück und so ist es auch mit den Gedanken, die man bei Seite schiebt.
    Ich wünsche Dir ein schönes Wochenende
    Liebe Grüße
    Marco

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*